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  Ein Schmuckstück und ein Zuhause  
         
    Artikel LVZ vom 16.10.2014

Ein Schmuckstück und ein Zuhause

Delitzscher Wohnstätte für Menschen mit Behinderung besteht seit 15 Jahren / Medizinischer Dienst vergibt Note sehr gut


Von Ditmar Wohlgemuth
Delitzsch. Für Marcus Gabriel ist die Wohnstätte in der Erzberger Straße in Delitzsch längst zu einem Zuhause geworden. Er fühle sich wohl, wie er sagte. "Und auch sehr gut aufgehoben?", fragte Karin Dorn, Leiterin der Wohnformen des Behindertenzentrums des Landeskreises Delitzsch gGmbH. Die Antwort kam per Kopfnicken. Bei der Kontrolle des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung schnitt der Pflegebereich der Wohnstätte mit "sehr gut" ab.
"Vor allem gab es keinerlei Auflagen", ist Karin Dorn froh. Das heißt: So wie in der Wohnstätte gearbeitet wird, entspricht es genau den Anforderungen. "Wir müssen diesen Standard nur jeden Tag aufs Neue halten." Eine Herausforderung, die viele Anstrengungen von jedem verlange. Seit genau 15 Jahren gibt es die Wohnstätte in der Erzberger Straße. Ein Schmuckstück, wie Besucher kürzlich beim Tag der offenen Tür feststellen konnten. Mehr als 200 hatten sich für die Einrichtung interessiert, mit Bewohnern und Angestellten gesprochen. "Wir hatten durchweg eine positive Resonanz", teilte Karin Dorn mit.
Das Zimmer von Marcus Gabriel ist praktikabel und gemütlich eingerichtet, neben seinem Bett wird der Platz für die zahlreich bei sportlichen Wettkämpfen errungenen Urkunden langsam knapp. Es ist seine Identität. Seine vier Wände bieten ihm eine Privatsphäre. Zudem hat er Zugang zu allen Gemeinschaftsräumen, kann auch alle Angebote der Einrichtung nutzen. Ebenso wie die anderen 27 Frauen und Männer im Wohnbereich.
Im Wohnpflegebereich werden 15 Erwachsenen mit geistiger, zum Teil schwerster und mehrfacher Behinderung betreut. Claudia Schulz und Daniel Köthe tun dies mit viel Fachkenntnis und ebenso viel Engagement, wie ihre Chefin weiß. "Wie auch die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Mit einer Fluktuation der Beschäftigtenzahlen in diesen Bereichen muss Karin Dorn allerdings immer rechnen. Es seien schon besondere physische, aber auch psychische Belastungen, die die Mitarbeiter zu bewältigen haben. "Wem die Arbeit hier keine Berufung ist, der wird es nicht lange durchstehen", so Dorn. Sie hat Verständnis für ihre Mitstreiter, schließlich müsse die Betreuung 24 Stunden rund um die Uhr gesichert werden.
Dass die Einrichtung in der Erzberger Straße überhaupt entstanden ist, sei zum einen dem ehemaligen Geschäftsführer des Behindertenzentrums, Karl Lubinski, zu danken, zum anderen aber auch dem guten Einvernehmen mit dem kommunalen Sozialverband. Dort sei offenbar auch erkannt worden, dass für beide Bereiche steigender Bedarf herrscht. Insbesondere junge Behinderte, die bis dahin in Altenpflegeheimen untergebracht waren, profitierten von dem Neubau. Ihnen konnten deutlich bessere Bedingungen in einem ihrem Alter entsprechenden Umfeld geboten werden. Die unterschiedlichsten Therapieformen kommen direkt ins Haus. "Wir haben viele Anfragen, es gibt eine Warteliste", teilte Karin Dorn mit.
Noch heute sieht das Gebäude nahezu so aus, als wäre das Haus gerade erst bezogen. "Wir bleiben dran, reparieren selbst", hieß es. Der Garten mit seinen vielen kleinen Rückzugsmöglichkeiten liegt in den guten Händen von Rudi Kunze. Er kümmert sich um ihn mit viel Leidenschaft. Erstmals beteiligte sich das Haus am Tag der offenen Gartentür. Für die Besucher gab es Pfirsichkuchen, die Früchte waren eigene Ernte. "Wir können heute Wohnformen für die Betroffenen anbieten, die ihnen trotz allem ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen", so Karin Dorn.

Für Claudia Schulz und Daniel Köthe ist es Job und Berufung zugleich, sich im Wohnpflegebereich um die teils Schwerstbehinderten zu kümmern.
Foto: Ditmar Wohlgemuth
 
           
     
 
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